Mein Praktikum – Vom theoretischen Wissen zum therapeutischen Handeln.

Im Studium oder in der Ausbildung lernst du, wie Ergotherapie gedacht, geplant und therapeutisch begründet wird. Im Praktikum erlebst du, was daraus entsteht, wenn dir ein Mensch mit seinen ganz persönlichen Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Zielen gegenübersitzen wird. Bei uns sollst du deshalb nicht nur zuschauen. Du sollst beobachten, du sollst fragen und verstehen, ausprobieren und entsprechend deinem Ausbildungsstand mehr und mehr eigenständig therapeutisch handeln.

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Dein Praktikum richtet sich danach, wo du gerade in deiner Ausbildung zum Ergotherapeuten:in stehst. Am Anfang kann es darum gehen, Patienten und den Praxisalltag kennenzulernen, Kommunikation und therapeutisches Handeln zu beobachten und erste Zusammenhänge zu verstehen.

Mit zunehmender Erfahrung rücken Befunderhebung, Therapieplanung und die Auswahl geeigneter therapeutischer Maßnahmen in den Mittelpunkt. Später kannst du therapeutische Interventionen selbst planen, durchführen und gemeinsam mit deiner Anleitung auswerten. So wächst mit deinem Wissen auch deine persönliche Verantwortung.

Ein gutes Praktikum bedeutet für uns, dass du den Praxisalltag nicht nur von außen beobachtest. Du sollst erleben und verstehen, wie aus einer Verordnung, der Befunderhebung und den persönlichen Zielen eines Patienten eine ergotherapeutische Behandlung entsteht und wie ihre weitere Entwicklung vom Ergotherapeuten begleitet wird. Deshalb beziehen wir dich entsprechend deinem Ausbildungsstand in unseren Praxisalltag ein. Du bist mittendrin.

Du nimmst an Therapiebesprechungen und am fachlichen Austausch im Team teil. Dabei erlebst du, wie Beobachtungen zusammengetragen, therapeutische Entscheidungen getroffen und Behandlungsverläufe gemeinsam reflektiert werden.

⇒ Du sollst nicht nur sehen, was wir tun, sondern verstehen, warum wir es tun.

An geeigneten Patientenfällen lernst du den Zusammenhang zwischen Befunderhebung, Zielsetzung, Therapieplanung, Behandlung, Dokumentation und Berichtswesen an den Verordner kennen. So kannst du nachvollziehen, wie aus einzelnen Beobachtungen und therapeutischen Entscheidungen ein strukturierter Behandlungsprozess entsteht.

⇒ Du lernst Ergotherapie im Zusammenhang kennen, von der Befunderhebung bis zur Auswertung der Behandlung.

Digitale Arbeitsmittel gehören bei uns zum Praxisalltag. Du lernst den Umgang mit digitaler Dokumentation, elektronischer Patientenakte und mobilen Arbeitsmitteln kennen. Dabei erlebst du, wie digitale Prozesse die Organisation unterstützen und Informationen dort verfügbar machen, wo sie für die therapeutische Arbeit benötigt werden.

⇒ Digitales Arbeiten ist für uns kein Zusatz, sondern Teil des heutigen Praxisalltags.

Ein Praktikum bedeutet bei uns nicht, nur daneben zu sitzen. Du kannst Fragen stellen, dich einbringen, Aufgaben übernehmen und unser Team im Praxisalltag über die Schulter schauen. Dabei bekommst du auch Einblicke in die Abläufe, die neben der eigentlichen Behandlung zu einer ergotherapeutischen Praxis gehören.

⇒ Du bist Praktikant und gleichzeitig für eine Zeit Teil unseres Teams.

Was du selbst übernehmen kannst, richtet sich danach, wo du gerade in deiner Ausbildung stehst. Am Anfang steht vielleicht das Beobachten. Danach folgen Mitdenken und angeleitetes Ausprobieren bis hin zu zunehmend selbstständigem therapeutischem Handeln unter fachlicher Begleitung.
Es geht nicht darum, von Anfang an schon alles zu können. Es geht darum, am Ende deines Praktikums mehr zu können als am Anfang. Vom Erleben zum Verstehen. Vom Ausprobieren in ein selbstständiges handeln übergehen.

⇒ Wir holen dich dort ab, wo du stehst und möchten, dass du am Ende einen Schritt weiter bist.

Du sollst nicht nur sehen, was wir tun. Du sollst verstehen, warum wir es tun. Warum wurde gerade diese Befunderhebung gewählt? Warum verfolgen wir dieses Therapieziel? Warum wird eine Behandlung verändert? Und woran erkennen wir, ob eine Intervention tatsächlich etwas bewirkt? Solche Fragen gehören für uns zu deinem Praktikum dazu.

Deine Praxisanleitung (und unsere Therapeutinnen) begleitet dich dabei, therapeutisches Handeln zu verstehen, selbst auszuprobieren und anschließend gemeinsam zu reflektieren. So wird aus theoretischem Wissen praktische Erfahrung. Fragen, fachlicher Austausch und Feedback sind deshalb ausdrücklich Teil deines Praktikums. Therapeutisches Handeln bedeutet nicht nur zu wissen, was man tun kann, sondern es auch begründen zu können, warum man es tut.

Du musst noch nicht alles wissen und du musst noch nicht alles können. Genau dafür ist dein Praktikum da. Wir wünschen uns, dass du neugierig bist, Fragen stellst und bereit bist, dich mit Patienten und therapeutischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Bring dich ein, übernimm entsprechend deinem Ausbildungsstand Verantwortung und sei offen für Rückmeldungen. Genauso darfst du von uns erwarten, dir Rückmeldung zu geben und dir zunehmend Verantwortung zu übergeben.

Am Ende deines Praktikums sollst du nicht einfach eine bestimmte Anzahl an Praxisstunden oder -tagen absolviert haben. Du sollst Patienten mit Ihren Wünschen und Zielen erlebt, therapeutische Zusammenhänge verstanden, eigene persönliche Erfahrungen gesammelt und mehr Sicherheit in deinem therapeutischen Handeln, gemäß deines Ausbildungsstands gewonnen haben.

Wenn du einen Praktikumsplatz suchst und dir vorstellen kannst, deinen nächsten Schritt bei uns zu gehen, freuen wir uns darauf, etwas über dich zu erfahren. Erzähl uns kurz, wo du gerade in deiner Ausbildung stehst, welche Ausbildungsphase vor dir liegt und was du dir von deinem Praktikum wünschst.

Vielleicht lernen wir uns bald kennen.